Buchbesprechung: Gisela Schmeer, Kunsttherapie in
der Gruppe
Wie oft habe ich genau
diese Verwandlung im Prozess der Bildbearbeitung in Gisela Schmeers behaglichem
Keller Gruppenraum erlebt: Du hast nach einer Kurzimagination ein Bild gemalt,
in der Kleingruppe das Bild bearbeitet und meinst „im Bilde“ zu sein. Dann
sitzt du eng gedrängt, polsterunterstützt am Fußboden.
Gisela setzt sich mit der
Malerin in die Mitte, eröffnet das Bildgespräch mit einem verbindlichen
Handschlag und stellt die unerwartete Frage. Schon ist sie mitten im Thema,
dessen überraschende Lösung mich immer wieder zur Annahme verleitete es mit
einer Zauberin zu tun haben.
In ihrem neuen Buch
„Kunsttherapie in der Gruppe“ (
Vernetzung -Resonanzen – Strategeme ) lüftet die Ärztin und Psychotherapeutin
Gisela Schmeer, die seit vielen Jahren in der ärztlichen und
psychotherapeutischen Fortbildung tätig ist, nun ihr Geheimnis. In ihrer
präzisen, prägnanten Art verrät sie, was ein Strategem ist und wie man mit Erfahrung,
Intuition und wachen Sinnen als Therapeutin in der Gruppe mit denselben
arbeiten kann.
Sie beschreibt die
Kunsttherapeutisch arbeitende Gruppe als „schwingendes System“ und verrät ihre
vielerprobten Kunsttherapeutischen Interventionen. Alles anhand vieler
Fallbeispiele.
Ein wunderschönes,
übersichtliches, gut bebildertes Lese- und Nachschlagwerk, das in keiner
Kunsttherapeutischen Büchersammlung fehlen sollte.
Gisela Schmeer,
Kunsttherapie in der Gruppe , Vernetzung Resonanzen Strategeme
Leben lernen 160, Pfeiffer bei Klett – Cotta, Stuttgart 2003
Eva Huber