Diese Arbeit befasst sich detailliert mit dem Trauerprozess einer Bewohnerin des Gemeinschaftswohnprojekts der Volkshilfe hafen Wien, einer Einrichtung die Frauen in Notlagen und Krisenzeiten unterstützt. Das Projekt startete als Gruppe und wurde kurze Zeit darauf in Einzelsettings fortgesetzt.

Im praktischen Teil wurde der Prozessverlauf, der im Zeitraum von September 2023 bis Dezember 2024 durchgeführt wurde, dokumentiert. Das Projekt umfasste insgesamt 100 Stunden Beratungseinheiten. Teilgenommen hatten an dem Projekt fünf Frauen, welche als Gruppe begannen und bereits nach zwei Einheiten ins Einzelsetting wechselten. Der detailliert beschriebene Einzelprozess von Klientin1 umfasste insgesamt 18 Einheiten à 1,5 Stunden. Die Einzelstunden fanden im 14-tägigen Rhythmus statt.

Bei den Bewohnerinnen handelte es sich um gesunde, erwachsene Frauen im Alter von 18 bis 70 Jahren. Die Frauen waren armutsgefährdet, kamen aus sozial schwierigen Umständen und befanden sich in oder nach einer Krise. Das Ziel war die Frauen durch mal- und gestaltungstherapeutische Maßnahmen so weit zu stärken, dass ein selbstständiges Leben und gesunde Grenzen, in und außerhalb des Gemeinschafts- Wohnprojektes, möglich wären.

Der Theorieteil stützt das Praxisprojekt durch die Aufarbeitung des Themas Trauer, weiters wird die Opfer-Thematik in Bezug auf Trauer behandelt.
Die Zusammenfassung der Teilnehmerinnen-Feedbacks, eine reflektierende Auswertung des Projektes mit Schlussfolgerungen und ein Ausblick runden die Arbeit ab.