Die vorliegende Diplomarbeit mit dem Titel „Farben der Freiheit: Vom Schatten ins Licht“ untersucht das Potenzial der Mal- und Gestaltungstherapie (MGT) zur Förderung der Selbstbestimmung und Ressourcenaktivierung bei Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen. Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, wie mal- und gestaltungstherapeutische Interventionen Klientinnen dabei unterstützen können, aus Mustern der Fremdbestimmung auszubrechen und wieder zur aktiven Gestalterin des eigenen Lebens zu werden.
Anhand von vier Fallstudien im Alter von 24 bis 66 Jahren wird aufgezeigt, wie MGT-Methoden – von der Arbeit mit dem „Sicheren Ort“ über systemische Genogramm-Analysen bis hin zur biografischen Würdigung im „Lebens-Leporello“ – wirksam werden. Die methodische Begleitung (insgesamt 87 Stunden im Einzelsetting) verdeutlicht die transformative Kraft der Externalisierung: Innere Konflikte, transgenerationale Verstrickungen, lähmende Kontrolle und tiefe Trauer werden im Außen sichtbar, be-greifbar und damit veränderbar gemacht.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Aktivierung verborgener Ressourcen, wobei sich der Glaube als spiritueller Resilienzfaktor bei allen Klientinnen als wesentlicher Halt erwies. Die Arbeit reflektiert zudem die professionelle therapeutische Haltung und nutzt die biografische Resonanz der Autorin als Werkzeug der Empathie und Feldkompetenz. Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass der kunsttherapeutische Prozess den Übergang von der Ohnmacht zur Selbstwirksamkeit ermöglicht und den Klientinnen hilft, ihre individuelle Identität und Freiheit zurückzugewinnen.
Keywords
Mal- und Gestaltungstherapie (MGT), Selbstbestimmung, Ressourcenaktivierung, Biografiearbeit, Selbstwirksamkeit, Anima und Animus