Die vorliegende Arbeit beschreibt die Bedeutung der Mal- und Gestaltungstherapie für
depressive Patient:innen im Gruppensetting, mit besonderem Schwerpunkt auf der Aktivierung
von Ressourcen. Anhand eines Fallbeispiels aus einer praktischen Projektarbeit
wird aufgezeigt, wie kreative Ausdrucksformen dazu beitragen können, depressive Symptome
zu lindern und persönliche Stärken erfahrbar zu machen.
Im Mittelpunkt steht ein Fallbeispiel, das den individuellen therapeutischen Prozess einer
Patientin innerhalb der Gruppe beschreibt. Durch das bildnerische Gestalten werden
persönliche Themen sichtbar und Ressourcen gestärkt. Zur Einordnung der beobachteten
Prozesse und Dynamiken wird auf theoretische Grundlagen der Analytischen Psychologie
nach C. G. Jung Bezug genommen.
Die Arbeit zeigt auf, dass ressourcenorientiertes Arbeiten in der Mal- und Gestaltungstherapie
Selbstwirksamkeit, innere Stabilität und soziale Verbundenheit fördern kann. Sie
versteht sich als praxisnahe Reflexion einer therapeutischen Erfahrung.