Diese Arbeit beschreibt und reflektiert ein Mal- und Gestaltungstherapieangebot für Frauen
und Mädchen mit Migrations- und Fluchterfahrung, welches ich mit 12 Teilnehmerinnen in
drei Kleingruppen umgesetzt habe.
Die mal- und gestaltungstherapeutische Arbeit birgt besondere Potentiale und spezifische
Möglichkeiten in sich, um Menschen in diesem Kontext gut begleiten zu können.
Ziel des Projekts war es, Stabilität, Stärkung und Entlastung in alltäglichen Lebenssituationen
zu fördern. Über das Malen und Gestalten sollten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit
erhalten, in Kontakt mit sich selbst zu kommen, Gedanken, Gefühle und Erlebtes
auszudrücken und Zugang zu inneren Ressourcen zu finden, um diese im gemeinsamen
Prozess sichtbar zu machen und stärken zu können.
Migrationsprozesse gestalten sich vielfältig. Sie werden durch gesellschaftliche, rechtliche
und politische Rahmenbedingungen und individuelle biographische Erfahrungen beeinflusst.
Die Arbeit gibt daher einen Einblick in die Themen Migration und Flucht unter
Berücksichtigung einer frauenspezifischen Perspektive. Zugleich wird Bezug auf Themen und
Konzepte wie Trauma, Resilienz, Ressourcenarbeiten oder das Potential der Kreativität
Bezug genommen, die auch für die mal- und gestaltungstherapeutische Arbeit von Relevanz
sind.
Im praktischen Teil wird das Praxisprojekt reflektiert, ebenso werden der Gruppenprozess
und ein Fallbeispiel vorgestellt und kontextualisiert. Eine reflexive Zusammenfassung des
Projektes mit Schlussfolgerungen und ein Ausblick runden die Arbeit ab.