FMGT Fachtagung 2012

9. bis 11. November 2012 Europahaus Wien

Soziale Skulptur – Gestaltungsprozesse in Organisation, System und Gesellschaft

Im Jahr 2012 fand die Fachtagung des Fachverbandes für Mal- und Gestaltungstherapie (fMGT) unter dem Titel „Soziale Skulptur – Gestaltungsprozesse in Organisation, System und Gesellschaft“ statt.

An den drei Veranstaltungstagen erwartete die Teilnehmerinnen ein umfangreiches Programm mit Vorträgen und Workshops. Referentinnen aus den USA, Deutschland, der Schweiz und Österreich vermittelten vielfältige fachliche Impulse und eröffneten neue Perspektiven für die Mal- und Gestaltungstherapie.

Zu den besonderen Höhepunkten der Tagung zählte die Auseinandersetzung mit den Ideen von Joseph Beuys, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm zogen. Rainer Rappmann, langjähriger Wegbegleiter des Künstlers, eröffnete den Teilnehmer*innen einen lebendigen Zugang zu Beuys‘ Ideenkosmos und zeigte eindrucksvoll die Aktualität seiner Gedanken im gesellschaftlichen Kontext.

Ein weiterer Höhepunkt war der Beitrag „Tanz mit dem Zeitgeist – Deep Democracy“ von Max Schupbach (USA), einem der bekanntesten Vertreter der prozessorientierten Psychologie. Sein Workshop schuf einen Raum, in dem sich persönliche Entwicklung, Kulturwandel, Performance Art und Wissenschaft miteinander verbanden.

Im Park des Europahauses entstand gemeinsam mit allen Teilnehmer*innen eine reale Soziale Skulptur, die Offenheit, Kreativität, Spiritualität und Fantasie sichtbar werden ließ.

Ein besonderes Erlebnis bot auch die „Lange Nacht der fMGT-Tagung“ unter dem Motto „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Anregung, Diskussion und Appell standen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Auseinandersetzung mit den Themen Ich. Du. Er. Sie. Es… Wollen – Können – Müssen.

Ein weiterer Programmpunkt war die Vorführung eines Films von Margit Pabst, der als Liebeserklärung an drei bedeutende Gründungspersönlichkeiten der Kunsttherapie – Gisela Schmeer, Elisabeth Tomalin und Edith Kramer – konzipiert war. Der Film enthielt bislang unveröffentlichtes Bildmaterial und würdigte das Lebenswerk dieser Pionierinnen.

Die Fachtagung bot den Teilnehmer*innen zahlreiche Möglichkeiten zur fachlichen Weiterbildung, zum kollegialen Austausch und zur gemeinsamen Reflexion über die gesellschaftliche Bedeutung der Mal- und Gestaltungstherapie.