Veranstaltungen FMGT

FMGT-Stammtisch Graz

09.06.2026

Ein Abend um gemeinsam am Feuer zu sitzen und Steckerl zu schnitzen.

Liebe Kolleg*innen,

zum Ausklang vor dem Sommer freuen wir uns sehr mit euch gemeinsam in meinem „Natur im Garten“ Garten ein Feuer zu entzünden, einen Kreis zu bilden und die vorbereiteten Haselnuss Steckerl zu gestalten. Die stärkende Energie, die unterschiedlichen Beiträge, der Austausch der TeilnehmerInnen beflügeln uns immer wieder aufs Neue, das ist großartig. Danke dafür!

Die Schnitzmesser (Taschenmesser oder so ähnlich, mit glatter Klinge) bitte ich euch selber mitzubringen, den Teig den wir dann auf das Steckerl wickeln um am offenen Feuer unser Brot zu backen bereite ich vor.

Ein Abend für alle Sinne, zum Schnitzen (vielleicht ein Herzerl?!), zum Austausch, zum Zuhören, Raum nehmen und Spuren hinterlassen.

Wann: 09.06.2026, um 17:00
Wo: Edelweißweg 19, 8047 Kainbach bei Graz

www.gabrieleresel-mal-und-gestaltungs-therapie-im-garten-graz.at/kontakt/

Bitte um kurze Voranmeldung an gabriele.resel@aon.at wenn möglich.

Wir freuen uns!

Herzliche Grüße,
Gabi und die Stammtisch-Crew

Veranstaltungsdetails

FMGT Fachtagung 2026

14.11.2026

Einladung zur eintägigen FACHTAGUNG
SA 14.11.2026 (auch Online via Livestream)

Bereits zum 15. Mal findet heuer unsere beliebte Tagung im Europahaus in Wien statt. Das diesjährige Thema lautet:

Der schöpferische Zwischenraum – Wo Differenz tragfähig wird

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, ein Miteinander sowie den Geist der FMGT- und MGT- Gemeinschaft wieder zu spüren und einen regen Austausch über neue interessante Themen durch die Inputs der geladenen Vortragenden.

In einer Zeit zunehmender Vereinzelung und Spaltung sowie gleichzeitiger Sehnsucht nach Verbundenheit richtet diese Fachtagung den Blick auf den schöpferischen Zwischenraum. Jenen Raum zwischen Innenwelt und Außenwelt, zwischen Ich und Du, zwischen Konsens und Dissens. In diesem Raum werden Beziehung, Resonanz und Gestaltung erst möglich. Die Mal- und Gestaltungstherapie arbeitet seit jeher in diesem Dazwischen mit inneren Bildern als sensuell-trialogische Ausdrucksformen und Prozesse, die die Differenz nicht auflösen, sondern dessen Tragfähigkeit fördern. Die Tagung lädt dazu ein, diesen Zwischenraum als therapeutischen, gesellschaftlichen und kreativen Erfahrungsraum zu erforschen.

Eingeladen sind Beiträge, die sich aus theoretischer, praktischer, künstlerischer oder interdisziplinärer Perspektive mit der Frage beschäftigen, wie schöpferische Prozesse im Dazwischen sowohl im Einzel- und Gruppensetting als auch im gesellschaftlichen Kontext wirksam und tragfähig werden.

Dr. phil. Andreas Weber | Erwin Bakowsky | Marina Stiegler | Mag.a Martha Esterl | Mag.a Elisabeth Hornig | Ruth Sar-Shalom | Marielle Seitz

Sie können hier direkt Ihr Ticket ONLINE buchen.

FMGT-Tagung Ticket für Mitglieder Frühbucher (bis 30.6) 125 EUR
FMGT-Tagung Ticket für Mitglieder (ab 1.7) 150 EUR

FMGT-Tagung Ticket für Nicht-Mitglieder Frühbucher (bis 30.6) 175 EUR
FMGT-Tagung Ticket für Nicht-Mitglieder (ab 1.7) 200 EUR

Bei manueller Buchung über veranstaltung@f-mgt.at und office@f-mgt.at müssen wir eine Bearbeitungsgebühr von 20 € verrechnen.

Programm Fachtagung Übersicht 2026​

 09:00 09:30 Eröffnung
 09:30 10:10 Vortrag Dr. phil. Andreas Weber
 10:10 11:00 Austausch
 11:00 11:40 Vortrag Erwin Bakowsky MSc. / M.A.
 11:40 12:10 Vortrag Marina Stiegler
 12:10 14:30 Mittag
 14:30 16:30 Parallel Workshops
 16:30 17:00 Pause
 17:00 17:30 Diplomvorstellungen – Mariana Isabel Ferreira Martins Schönauer
 18:45   Diplomfeier
 20:00   Abschluss 1/8erl am Feuerkorb

Programm Fachtagung Details 2026​

Dr. phil. Andreas Weber – Vortrag

14.11.2026 – 9:30 Uhr (wird auch gestreamt)

Andreas Weber ist ein deutscher Biologe, Philosoph, Journalist und Sachbuchautor mit Schwerpunkt auf Ökologie, Lebensphilosophie und der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Er studierte Biologie und Philosophie in Berlin, Freiburg, Hamburg und Paris und promovierte über eine semiotische Theorie des Lebendigen.
Als freier Journalist schrieb er unter anderem für GEO, Die Zeit, National Geographic und Greenpeace Magazin. Heute arbeitet er als Schriftsteller in Berlin. In seinen Büchern setzt er sich kritisch mit einem rein mechanistischen Naturverständnis auseinander und beschreibt Leben als etwas fühlendes, sinnstiftendes und miteinander verbundenes. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Alles fühlt, Lebendigkeit. Eine erotische Ökologie und Indigenialität.

 

Vortrag: Nicht eins, nicht zwei.
Poesie als weder-noch und sowohl-als-auch.

Poesie beglückt uns – und sie stellt uns vor Rätsel. Was genau ist Poesie? Was wird in ihr erhalten, was weiter geschenkt? Was ist ihr Leuchten? Das sprachliche oder gemalte Bild trifft in einen Kern, ist aber selbst etwas ganz anderes als dieser Kern. Wer vom “Samt des Abends” spricht, stellt eine falsche Behauptung auf, die uneinholbar die Wahrheit sagt. Poesie ist dazwischen, und sie ist zugleich in einem Nirgendwo, das wir nicht zuende verstehen, aus dem uns aber Leben zuteil wird. Das Leben selbst ist in diesem Raum des Widerspruchs und der unbegreiflichen Affirmation, ist nicht eins, nicht zwei, ist nicht nur Subjekt und nicht bloß die Biosphäre, sondern, wie die Poesie, stets das Ganze als Einzelnes und Einziges.

Erwin Bakowsky MSc. / M.A. – Vortrag 

14.11.2026 – 11:00 Uhr (wird auch gestreamt)

Erwin Bakowsky ist Gründer und Leiter des MGT-Instituts in Wien. Er bildet seit über 30 Jahren KreativtrainerInnen, Mal- und GestaltungstherapeutInnen sowie Lebens- und SozialberaterInnen aus. 

Er ist vom Grundberuf diplomierter Sozialarbeiter (FH-Köln) und hat Ende 1988 seine Ausbildung zum diplomierten Mal-und Gestaltungstherapeuten bei Eva Brenner in Frauenfeld in der Schweiz absolviert.

1991 startete er die erste Ausbildunggruppe für Mal- und Gestaltungstherapie (MGT) auf Basis der Tiefenpsychologie nach C.G.Jung, in Wien.  

Mittlerweile hat das Institut über 1000 AbsolventInnen, welche in Österreich, der Schweiz , Deutschland und anderen europäischen Ländern diese Methode mit grosser Begeisterung in vielen unterschiedlichen Arbeitsfeldern anwenden.

Vortrag: Archetypische Spannungsfelder und Resonanzen aus dem Raum

C.G.Jung hat sich bereits in seinem Frühwerk mit sogenannten okkulten Phänomenen beschäftigt.
Ausgangspunkt hierzu war seine eigene Herkunftsfamilie und Erlebnisse, welche für ihn als junger Mensch quasi selbstverständlich waren, die jedoch bei ihm als wissenschaftlicher Forscher zunächst mehr Fragen als Antworten hervorriefen.
Jung formulierte daraufhin den Begriff der Synchronizität, welches das gleichzeitige Auftreten von innerpsychischen und äusseren Ereignisse bezeichnet, welche nicht kausal miteinander verknüpft sind, aber eine tiefe persönliche Bedeutung oder einen gemeinsamen Sinn ergeben.
Erst mit der Entwicklung seiner Archtetypenlehre und einem intensiven Briefwechsel mit dem Nobelpreisträger und Quantenphysiker Wolfgang Pauli gelang es ihm, in seinem Spätwerk eine mögliche naturwissenschaftliche Erklärung für die Wechselwirkungen von Psyche und Materie zu finden.

Marina Stiegler – Vortrag

14.11.2026 – 11:40 Uhr (wird auch gestreamt)

Marina Stiegler ist eine österreichische bildende Künstlerin, Musikerin und Kunsttherapeutin aus Graz. Ihre Arbeiten umfassen Skulptur, Keramik, Malerei, Installationen und partizipative Kunstprojekte. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit archaischen, mythologischen und feministischen Themen sowie mit der Verbindung von Mensch, Natur und gesellschaftlichem Zusammenleben.

Die Forschung an der Schnittstelle Kunst und Archäologie ist oft Ausgangspunkt für den künstlerischen Prozess, in dem Symboliken und Darstellungen in die Jetzt-Zeit und eine eigene Formensprache transkribiert werden. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leitet sie Workshops für Jugendliche und Erwachsene und unterrichtet an der Ortweinschule Graz im Bereich Keramik und Formgebung.

 

Vortrag: Great Mother Calling! Göttinnenfigurinen als Impulsgeberinnen für neue Rituale des Miteinanders

In diesem Vortrag werden archäologische Funde von Göttinnenfigurinen aus dem europäischen Raum in den Fokus gerückt.
In Anlehnung an die Forschungen der Archäologin Marija Gimbutas werden diese Figurinen, die meist aus Keramik, Stein oder Knochen gefertigt wurden, nicht als rein archäologische Objekte verstanden, sondern als „sprechende Verkörperungen“ eines zyklischen, egalitären und friedlichen Weltbildes gedeutet.
Bezugnehmend zum Tagungsthema wirken diese Symbolträgerinnen in einem Zwischenraum von Vergessen und kultureller Erinnerung, wie auch in einem Zwischenraum von patriarchal geprägten Verdrehungen und Verdrängungen und einer möglichen neuen Geschichtsschreibung für eine friedlichere Zukunft.
Inwieweit kann uns die, wahrscheinlich in rituelle Handlungen eingebettete, Kunst unserer Vorfahr:innen zu neuen Ritualen des Miteinanders inspirieren?
Welche Impulse kann die Symbol- und Formensprache dieser Artefakte in Kunst, Begleitung und Mal- und Gestaltungstherapie geben?

Ruth Sar Shalom – Workshop 

14.11.2026 – 14:30-16:30 Uhr (wird auch gestreamt)

Ruth Sar-Shalom ist Lebens- und Sozialberaterin, Supervisorin und Focusing-Koordinatorin des International Focusing Institute in New York. In Ihrer Arbeit begleitet sie Menschen in persönlichen Entwicklungsprozessen und vermittelt die Methode des Focusing nach Eugene T. Gendlin. Dabei verbindet sie Körperwahrnehmung, achtsames Zuhören und kreative Prozessbegleitung.

Ziel ihrer Begleitung ist es, Menschen dabei zu unterstützen, mit ihrer inneren Wahrnehmung und ihrem impliziten Wissen in Kontakt zu kommen, um persönliche Veränderung, Klarheit und Entwicklung zu fördern.

 

Workshop: Der Felt Sense als Zwischenraum – Wahrnehmen und Verweilen am “lebendigen Edge” (Murky Edge) als Quelle der Kreativität

Woher kommen die lebendigen, neuen, kreativen Schritte?
Was können wir tun (oder nicht tun), um diese Schritte entstehen zu lassen?
Was ist die „Stelle“ oder das „Edge“, die wir als Prozessbegleiter:innen suchen können und warum?
In diesem zweistündigen Workshop werden wir sowohl Focusing-Begriffe von Eugene Gendlin kennenlernen als auch spannende Übungen und Prozesse erleben.
Wir werden die Arbeit mit dem Felt Sense auskosten und eigene Erfahrungen sammeln.

Marina Stiegler – Workshop 

14.11.2026 – 14:30-16:30 Uhr (nicht gestreamt)

Marina Stiegler ist eine österreichische bildende Künstlerin, Musikerin und Kunsttherapeutin aus Graz. Ihre Arbeiten umfassen Skulptur, Keramik, Malerei, Installationen und partizipative Kunstprojekte. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit archaischen, mythologischen und feministischen Themen sowie mit der Verbindung von Mensch, Natur und gesellschaftlichem Zusammenleben.

Die Forschung an der Schnittstelle Kunst und Archäologie ist oft Ausgangspunkt für den künstlerischen Prozess, in dem Symboliken und Darstellungen in die Jetzt-Zeit und eine eigene Formensprache transkribiert werden. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leitet sie Workshops für Jugendliche und Erwachsene und unterrichtet an der Ortweinschule Graz im Bereich Keramik und Formgebung.

 

Workshop: Mit der URkraft verbinden – Göttinnenfigurinen als Impulsgeberinnen zur Ressourcenaktivierung

Ausgangspunkt für die individuellen Gestaltungen in diesem Workshop ist die Beschäftigung mit archäologischen Funden von weiblichen Figurinen aus dem europäischen Raum. In den Forschungen von Archäologin Marija Gimbutas (Die Sprache der Göttin) werden sie als Ausdruck eines lebensbejahenden, naturverbundenen, egalitären und zyklischen Weltbildes unserer Vorfahr:innen beschrieben. Diese kleinen Plastiken bestehen meist aus Keramik, aber auch aus Stein oder Knochen und verweisen auf eine starke und berührende Symbol- und Formensprache.
Der Fokus des Workshops liegt auf der Aktivierung von individuellen Ressourcen, die sich zwischen persönlicher Geschichte, kollektiver Ur-Symbolsprache und gegenwärtigem Erleben in einem individuellen Gestaltungsprozess zeigen dürfen und richtet sich explizit an alle Geschlechter.

Marielle Seitz – Workshop 

14.11.2026 – 14:30-16:30 Uhr (nicht gestreamt)

Marielle Seitz ist Kunstpädagogin, Montessori-Pädagogin und Autorin. Sie leitet das Institut für Kreativität und Pädagogik in München und entwickelt kreative Bildungs- und Therapiekonzepte für Kinder und pädagogische Einrichtungen.

Bekannt wurde sie insbesondere durch ihre Arbeit in der Kreativpädagogik sowie durch die Entwicklung der Sandfeldtherapie®. In ihrer Arbeit verbindet sie Kunst, Montessori-Pädagogik und kreative Förderung, um Fantasie, Wahrnehmung und individuelles Lernen von Kindern zu stärken.

Workshop: Der schöpferische Zwischenraum – Wo Differenz tragfähig wird

Wahrnehmung und Gestaltung unseres Innen- und Außenraums reflektierend im Übergang in einem erlösenden Prozess. Mit Hilfe von verschiedenen Farb- und Formmaterialien und damit verbundenen Sinnesübungen wird die Wahrnehmung der Teilnehmenden des schöpferischen „Zwischenraums“ angeregt. Durch diese Erfahrungen wird der gemeinsame kreative Gestaltungsprozess zu einem sichtbaren Zwischenraum der im Innen und Außen seinen schöpferischen Raum findet. Wir werden durch künstlerische Übungen
erleben, dass wir auch durch die Gegensatzpaare einen ausgleichenden Gestaltungprozess erleben der uns trägt und zusammenführt.

Martha Esterl – Workshop 

14.11.2026 – 14:30-16:30 Uhr (nicht gestreamt)

Martha Esterl ist Mal- und Gestaltungstherapeutin, psychosoziale Beraterin, Kunsthistorikerin, systemische Supervisorin und diplomierte Krankenpflegerin. Sie arbeitet in eigener Praxis sowie als Gruppenleiterin und verfügt über langjährige Erfahrung im Gesundheitswesen, insbesondere in der Palliativpflege und Trauerbegleitung.

Während ihres Studiums setzte sie einen internationalen Schwerpunkt, bereiste zahlreiche asiatische Länder und beschäftigte sich intensiv mit deren kulturellen Traditionen und Lebensweisen.

In ihrer heutigen Arbeit verbindet sie Erfahrungen aus Kunst- und Kulturforschung, Gesundheitswesen, Trauerbegleitung und kreativer Therapie. Diese unterschiedlichen fachlichen und kulturellen Perspektiven fließen in ihre psychosoziale Beratung und Begleitung von Menschen in verschiedenen Lebenssituationen ein.

Workshop: Goldlinien als Sprache des Unbewussten- Kintsugi trifft Mal- und Gestaltungswege

In diesem Workshop erforschen wir, wie sichtbare Linien und Goldakzente in Zwischenräumen als Tragekraft wirken können – inspiriert von Kintsugi (japanische Kunst zerbrochene Keramik mit goldenen Fugen zu reparieren) und einer tiefen Bildsprache von Symbolen und Archetypen. Brüche und Verletzungen werden sichtbar, um daraus gestalterische Bedeutungen zu gewinnen. Fragen zu Heilung, Verletzlichkeit und Widerstandsformen begegnen Farben, Formen und Texturen, während einfache, sichere Materialien genutzt werden. Am Ende reflektieren Sie Prozesse und sammeln Impulse für die Umsetzung im Praxisalltag.

Mag. Elisabeth Hornig – Workshop 

14.11.2026 – 14:30-16:30 Uhr (nicht gestreamt)

Elisabeth Hornig ist Juristin, Mentorin für Nervensystem-Regulierung und Atemtrainerin. Sie verbindet wissenschaftlich fundierte Nervensystemarbeit mit Atemarbeit, Klang und kreativen Methoden. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften in Graz arbeitete sie mehrere Jahre mit Menschen in Krisensituationen.

Dabei wurde ihr deutlich, wie stark Stress und Trauma Entscheidungen und Selbstwahrnehmung beeinflussen.
Heute begleitet sie Menschen dabei, durch Nervensystem-Regulation und somatische Wahrnehmung wieder zu innerer Ruhe, Klarheit und Handlungskraft zu finden. Ihre Arbeit integriert Ausbildungen in Breathwork, psychosozialer Beratung, Meditation, Klangarbeit sowie Mal- und Gestaltungstherapie.

Workshop: Atem als schöpferischer Zwischenraum – Verkörperte Regulation im gestalterischen Prozess

Der Atem ist mehr als ein physiologischer Vorgang – er ist ein kontinuierlicher Übergang zwischen Innen- und Außenwelt. In diesem Workshop wird der Atem als regulierendes und schöpferisches Element erfahrbar gemacht.
Zu Beginn erleben die Teilnehmer:innen ausgewählte Atemsequenzen, die das individuelle Atemmuster bewusst wahrnehmbar machen und Regulation im Körper erfahrbar werden lassen. Der Fokus liegt nicht auf Technikoptimierung, sondern auf somatischer Selbstwahrnehmung.
Aus dieser verkörperten Erfahrung heraus erfolgt der Übergang in einen gestalterischen Prozess. Die Teilnehmer:innen bringen die körperlich erfahrene Atembewegung in eine malerische oder gestalterische Form – als Ausdruck des eigenen Zwischenraums. Dabei wird erforscht, wie Regulation kreative Differenztragfähigkeit unterstützt und wie sich Resonanz im Dazwischen von Atem, Körper und Bild ereignet.

Der Gruppen-Workshop verbindet somatische Erfahrung mit kreativer Integration und lädt dazu ein, Regulation als Grundlage für Beziehungsfähigkeit und schöpferische Prozesse zu begreifen.

Ziel ist es, den Atem als lebendigen Zwischenraum erfahrbar zu machen – als Ort, an dem Differenz nicht aufgelöst, sondern getragen werden kann.

Weiter unten auf dieser Seite findest du die Buchung für die Präsenzveranstaltung im Europahaus, Wien.

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Buchungs- & Stornobedingungen

Veranstaltungsdetails

FMGT Fachtagung 2026 Livestream

14.11.2026

Einladung zur eintägigen FACHTAGUNG
SA 14.11.2026 (auch Online via Livestream)

Bereits zum 15. Mal findet heuer unsere beliebte Tagung im Europahaus in Wien statt. Das diesjährige Thema lautet:

Der schöpferische Zwischenraum – Wo Differenz tragfähig wird

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, ein Miteinander sowie den Geist der FMGT- und MGT- Gemeinschaft wieder zu spüren und einen regen Austausch über neue interessante Themen durch die Inputs der geladenen Vortragenden.

In einer Zeit zunehmender Vereinzelung und Spaltung sowie gleichzeitiger Sehnsucht nach Verbundenheit richtet diese Fachtagung den Blick auf den schöpferischen Zwischenraum. Jenen Raum zwischen Innenwelt und Außenwelt, zwischen Ich und Du, zwischen Konsens und Dissens. In diesem Raum werden Beziehung, Resonanz und Gestaltung erst möglich. Die Mal- und Gestaltungstherapie arbeitet seit jeher in diesem Dazwischen mit inneren Bildern als sensuell-trialogische Ausdrucksformen und Prozesse, die die Differenz nicht auflösen, sondern dessen Tragfähigkeit fördern. Die Tagung lädt dazu ein, diesen Zwischenraum als therapeutischen, gesellschaftlichen und kreativen Erfahrungsraum zu erforschen.

Eingeladen sind Beiträge, die sich aus theoretischer, praktischer, künstlerischer oder interdisziplinärer Perspektive mit der Frage beschäftigen, wie schöpferische Prozesse im Dazwischen sowohl im Einzel- und Gruppensetting als auch im gesellschaftlichen Kontext wirksam und tragfähig werden.

Dr. phil. Andreas Weber | Erwin Bakowsky | Marina Stiegler | Mag.a Martha Esterl | Mag.a Elisabeth Hornig | Ruth Sar-Shalom | Marielle Seitz

Sie können hier direkt Ihr Livestream-Ticket ONLINE buchen.

Bei manueller Buchung über veranstaltung@f-mgt.at und office@f-mgt.at müssen wir eine Bearbeitungsgebühr von 20 € verrechnen.

Programm Fachtagung – Livestream-Ticket 2026

Dr. phil. Andreas Weber – Vortrag

14.11.2026 – 9:30 Uhr (wird auch gestreamt)

Andreas Weber ist ein deutscher Biologe, Philosoph, Journalist und Sachbuchautor mit Schwerpunkt auf Ökologie, Lebensphilosophie und der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Er studierte Biologie und Philosophie in Berlin, Freiburg, Hamburg und Paris und promovierte über eine semiotische Theorie des Lebendigen.
Als freier Journalist schrieb er unter anderem für GEO, Die Zeit, National Geographic und Greenpeace Magazin. Heute arbeitet er als Schriftsteller in Berlin. In seinen Büchern setzt er sich kritisch mit einem rein mechanistischen Naturverständnis auseinander und beschreibt Leben als etwas fühlendes, sinnstiftendes und miteinander verbundenes. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Alles fühlt, Lebendigkeit. Eine erotische Ökologie und Indigenialität.

 

Vortrag: Nicht eins, nicht zwei.
Poesie als weder-noch und sowohl-als-auch.

Poesie beglückt uns – und sie stellt uns vor Rätsel. Was genau ist Poesie? Was wird in ihr erhalten, was weiter geschenkt? Was ist ihr Leuchten? Das sprachliche oder gemalte Bild trifft in einen Kern, ist aber selbst etwas ganz anderes als dieser Kern. Wer vom “Samt des Abends” spricht, stellt eine falsche Behauptung auf, die uneinholbar die Wahrheit sagt. Poesie ist dazwischen, und sie ist zugleich in einem Nirgendwo, das wir nicht zuende verstehen, aus dem uns aber Leben zuteil wird. Das Leben selbst ist in diesem Raum des Widerspruchs und der unbegreiflichen Affirmation, ist nicht eins, nicht zwei, ist nicht nur Subjekt und nicht bloß die Biosphäre, sondern, wie die Poesie, stets das Ganze als Einzelnes und Einziges.

Erwin Bakowsky MSc. / M.A. – Vortrag 

14.11.2026 – 11:00 Uhr (wird auch gestreamt)

Erwin Bakowsky ist Gründer und Leiter des MGT-Instituts in Wien. Er bildet seit über 30 Jahren KreativtrainerInnen, Mal- und GestaltungstherapeutInnen sowie Lebens- und SozialberaterInnen aus. 

Er ist vom Grundberuf diplomierter Sozialarbeiter (FH-Köln) und hat Ende 1988 seine Ausbildung zum diplomierten Mal-und Gestaltungstherapeuten bei Eva Brenner in Frauenfeld in der Schweiz absolviert.

1991 startete er die erste Ausbildunggruppe für Mal- und Gestaltungstherapie (MGT) auf Basis der Tiefenpsychologie nach C.G.Jung, in Wien.  

Mittlerweile hat das Institut über 1000 AbsolventInnen, welche in Österreich, der Schweiz , Deutschland und anderen europäischen Ländern diese Methode mit grosser Begeisterung in vielen unterschiedlichen Arbeitsfeldern anwenden.

Vortrag: Archetypische Spannungsfelder und Resonanzen aus dem Raum

C.G.Jung hat sich bereits in seinem Frühwerk mit sogenannten okkulten Phänomenen beschäftigt.
Ausgangspunkt hierzu war seine eigene Herkunftsfamilie und Erlebnisse, welche für ihn als junger Mensch quasi selbstverständlich waren, die jedoch bei ihm als wissenschaftlicher Forscher zunächst mehr Fragen als Antworten hervorriefen.
Jung formulierte daraufhin den Begriff der Synchronizität, welches das gleichzeitige Auftreten von innerpsychischen und äusseren Ereignisse bezeichnet, welche nicht kausal miteinander verknüpft sind, aber eine tiefe persönliche Bedeutung oder einen gemeinsamen Sinn ergeben.
Erst mit der Entwicklung seiner Archtetypenlehre und einem intensiven Briefwechsel mit dem Nobelpreisträger und Quantenphysiker Wolfgang Pauli gelang es ihm, in seinem Spätwerk eine mögliche naturwissenschaftliche Erklärung für die Wechselwirkungen von Psyche und Materie zu finden.

Marina Stiegler – Vortrag

14.11.2026 – 11:40 Uhr (wird auch gestreamt)

Marina Stiegler ist eine österreichische bildende Künstlerin, Musikerin und Kunsttherapeutin aus Graz. Ihre Arbeiten umfassen Skulptur, Keramik, Malerei, Installationen und partizipative Kunstprojekte. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit archaischen, mythologischen und feministischen Themen sowie mit der Verbindung von Mensch, Natur und gesellschaftlichem Zusammenleben.

Die Forschung an der Schnittstelle Kunst und Archäologie ist oft Ausgangspunkt für den künstlerischen Prozess, in dem Symboliken und Darstellungen in die Jetzt-Zeit und eine eigene Formensprache transkribiert werden. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leitet sie Workshops für Jugendliche und Erwachsene und unterrichtet an der Ortweinschule Graz im Bereich Keramik und Formgebung.

 

Vortrag: Great Mother Calling! Göttinnenfigurinen als Impulsgeberinnen für neue Rituale des Miteinanders

In diesem Vortrag werden archäologische Funde von Göttinnenfigurinen aus dem europäischen Raum in den Fokus gerückt.
In Anlehnung an die Forschungen der Archäologin Marija Gimbutas werden diese Figurinen, die meist aus Keramik, Stein oder Knochen gefertigt wurden, nicht als rein archäologische Objekte verstanden, sondern als „sprechende Verkörperungen“ eines zyklischen, egalitären und friedlichen Weltbildes gedeutet.
Bezugnehmend zum Tagungsthema wirken diese Symbolträgerinnen in einem Zwischenraum von Vergessen und kultureller Erinnerung, wie auch in einem Zwischenraum von patriarchal geprägten Verdrehungen und Verdrängungen und einer möglichen neuen Geschichtsschreibung für eine friedlichere Zukunft.
Inwieweit kann uns die, wahrscheinlich in rituelle Handlungen eingebettete, Kunst unserer Vorfahr:innen zu neuen Ritualen des Miteinanders inspirieren?
Welche Impulse kann die Symbol- und Formensprache dieser Artefakte in Kunst, Begleitung und Mal- und Gestaltungstherapie geben?

Ruth Sar Shalom – Workshop 

14.11.2026 – 14:30-16:30 Uhr (wird auch gestreamt)

Ruth Sar-Shalom ist Lebens- und Sozialberaterin, Supervisorin und Focusing-Koordinatorin des International Focusing Institute in New York. In Ihrer Arbeit begleitet sie Menschen in persönlichen Entwicklungsprozessen und vermittelt die Methode des Focusing nach Eugene T. Gendlin. Dabei verbindet sie Körperwahrnehmung, achtsames Zuhören und kreative Prozessbegleitung.

Ziel ihrer Begleitung ist es, Menschen dabei zu unterstützen, mit ihrer inneren Wahrnehmung und ihrem impliziten Wissen in Kontakt zu kommen, um persönliche Veränderung, Klarheit und Entwicklung zu fördern.

 

Workshop: Der Felt Sense als Zwischenraum – Wahrnehmen und Verweilen am “lebendigen Edge” (Murky Edge) als Quelle der Kreativität

Woher kommen die lebendigen, neuen, kreativen Schritte?
Was können wir tun (oder nicht tun), um diese Schritte entstehen zu lassen?
Was ist die „Stelle“ oder das „Edge“, die wir als Prozessbegleiter:innen suchen können und warum?
In diesem zweistündigen Workshop werden wir sowohl Focusing-Begriffe von Eugene Gendlin kennenlernen als auch spannende Übungen und Prozesse erleben.
Wir werden die Arbeit mit dem Felt Sense auskosten und eigene Erfahrungen sammeln.

Sollte für die Teilnahme Material benötigt werden, erhalten die angemeldeten Personen spätestens zwei Wochen vor der Tagung Bescheid.

Wir freuen uns schon darauf, euch online begrüßen zu dürfen!

Buchungs- & Stornobedingungen

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