FMGT Fachtagung 2026 Livestream

Veranstalter:In

Danea
FMGT Fachtagung 2026 Livestream

Wann

14.11.2026
09:00 - 21:00

Buchungen

€95,00

Wo

Europahaus Wien
Linzer Straße 429, Wien, 1140

Veranstaltungstyp

Einladung zur eintägigen FACHTAGUNG
SA 14.11.2026 (auch Online via Livestream)

Bereits zum 15. Mal findet heuer unsere beliebte Tagung im Europahaus in Wien statt. Das diesjährige Thema lautet:

Der schöpferische Zwischenraum – Wo Differenz tragfähig wird

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, ein Miteinander sowie den Geist der FMGT- und MGT- Gemeinschaft wieder zu spüren und einen regen Austausch über neue interessante Themen durch die Inputs der geladenen Vortragenden.

In einer Zeit zunehmender Vereinzelung und Spaltung sowie gleichzeitiger Sehnsucht nach Verbundenheit richtet diese Fachtagung den Blick auf den schöpferischen Zwischenraum. Jenen Raum zwischen Innenwelt und Außenwelt, zwischen Ich und Du, zwischen Konsens und Dissens. In diesem Raum werden Beziehung, Resonanz und Gestaltung erst möglich. Die Mal- und Gestaltungstherapie arbeitet seit jeher in diesem Dazwischen mit inneren Bildern als sensuell-trialogische Ausdrucksformen und Prozesse, die die Differenz nicht auflösen, sondern dessen Tragfähigkeit fördern. Die Tagung lädt dazu ein, diesen Zwischenraum als therapeutischen, gesellschaftlichen und kreativen Erfahrungsraum zu erforschen.

Eingeladen sind Beiträge, die sich aus theoretischer, praktischer, künstlerischer oder interdisziplinärer Perspektive mit der Frage beschäftigen, wie schöpferische Prozesse im Dazwischen sowohl im Einzel- und Gruppensetting als auch im gesellschaftlichen Kontext wirksam und tragfähig werden.

Dr. phil. Andreas Weber | Erwin Bakowsky | Marina Stiegler | Mag.a Martha Esterl | Mag.a Elisabeth Hornig | Ruth Sar-Shalom | Marielle Seitz

Sie können hier direkt Ihr Livestream-Ticket ONLINE buchen.

Bei manueller Buchung über veranstaltung@f-mgt.at und office@f-mgt.at müssen wir eine Bearbeitungsgebühr von 20 € verrechnen.

Programm Fachtagung – Livestream-Ticket 2026

Dr. phil. Andreas Weber – Vortrag

14.11.2026 – 9:30 Uhr 

Dr. phil. Andreas Weber ist ein deutscher Biologe, Philosoph, Journalist und Sachbuchautor mit Schwerpunkt auf Ökologie, Lebensphilosophie und der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Er studierte Biologie und Philosophie in Berlin, Freiburg, Hamburg und Paris und promovierte über eine semiotische Theorie des Lebendigen.

Als freier Journalist schrieb er unter anderem für GEO, Die Zeit, National Geographic und Greenpeace Magazin. Heute arbeitet er als Autor und Hochschuldozent in Berlin. In seinen Büchern setzt er sich kritisch mit einem rein mechanistischen Naturverständnis auseinander und beschreibt Leben als etwas fühlendes, sinnstiftendes und miteinander verbundenes. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Alles fühlt, Lebendigkeit. Eine erotische Ökologie und Indigenialität.

Vortrag: Nicht eins, nicht zwei.
Poesie als weder-noch und sowohl-als-auch.

Poesie beglückt uns – und sie stellt uns vor Rätsel. Was genau ist Poesie? Was wird in ihr erhalten, was weiter geschenkt? Was ist ihr Leuchten? Das sprachliche oder gemalte Bild trifft in einen Kern, ist aber selbst etwas ganz anderes als dieser Kern. Wer vom “Samt des Abends” spricht, stellt eine falsche Behauptung auf, die uneinholbar die Wahrheit sagt. Poesie ist dazwischen, und sie ist zugleich in einem Nirgendwo, das wir nicht zuende verstehen, aus dem uns aber Leben zuteil wird. Das Leben selbst ist in diesem Raum des Widerspruchs und der unbegreiflichen Affirmation, ist nicht eins, nicht zwei, ist nicht nur Subjekt und nicht bloß die Biosphäre, sondern, wie die Poesie, stets das Ganze als Einzelnes und Einziges.


Erwin Bakowsky MSc. / M.A. – Vortrag 

14.11.2026 – 11:00 Uhr

Erwin Bakowsky ist österreichischer Berater, Coach, Erwachsenenbildner sowie Kunst- und Gestaltungstherapeut mit Sitz in Wien. Er studierte Sozialarbeit, absolvierte Ausbildungen in Mal- und Gestaltungstherapie sowie psychosozialer Beratung und erwarb Masterabschlüsse in Beratung und Erwachsenenbildung.

In seiner Arbeit verbindet er Tiefenpsychologie nach Carl Gustav Jung mit kreativen und therapeutischen Methoden. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Coaching, Biografiebegleitung, Traumprozessarbeit, Kreativtraining und die Ausbildung in Kunst- und Gestaltungstherapie. Darüber hinaus entwickelte er das „5-Welten-Modell“, das persönliche und organisatorische Entwicklungsprozesse begleitet.

Vortrag: Archetypische Spannungsfelder und Resonanzen aus dem Raum

C.G.Jung hat sich bereits in seinem Frühwerk mit sogenannten okkulten Phänomenen beschäftigt.
Ausgangspunkt hierzu war seine eigene Herkunftsfamilie und Erlebnisse, welche für ihn als junger Mensch quasi selbstverständlich waren, die jedoch bei ihm als wissenschaftlicher Forscher zunächst mehr Fragen als Antworten hervorriefen.
Jung formulierte daraufhin den Begriff der Synchronizität, welches das gleichzeitige Auftreten von innerpsychischen und äusseren Ereignisse bezeichnet, welche nicht kausal miteinander verknüpft sind, aber eine tiefe persönliche Bedeutung oder einen gemeinsamen Sinn ergeben.
Erst mit der Entwicklung seiner Archtetypenlehre und einem intensiven Briefwechsel mit dem Nobelpreisträger und Quantenphysiker Wolfgang Pauli gelang es ihm, in seinem Spätwerk eine mögliche naturwissenschaftliche Erklärung für die Wechselwirkungen von Psyche und Materie zu finden.


Marina Stiegler – Vortrag

14.11.2026 – 11:40 Uhr 

Marina Stiegler ist eine österreichische bildende Künstlerin, Musikerin und Kunsttherapeutin aus Graz. Ihre Arbeiten umfassen Skulptur, Keramik, Malerei, Installationen und partizipative Kunstprojekte. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit archaischen, mythologischen und feministischen Themen sowie mit der Verbindung von Mensch, Natur und gesellschaftlichem Zusammenleben.

Sie arbeitet vorwiegend mit Naturmaterialien wie Ton, Holz, Lehm oder Naturpigmenten und verbindet diese mit zeitgenössischen Ausdrucksformen. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leitet sie Workshops für Jugendliche und Erwachsene und unterrichtet an der Ortweinschule Graz im Bereich Keramik und Formgebung. Außerdem ist sie als Sängerin und Songwriterin musikalisch aktiv.

Vortrag: Archetypische Spannungsfelder und Resonanzen aus dem Raum

In diesem Vortrag werden archäologische Funde von Göttinnenfigurinen aus dem europäischen Raum in den Fokus gerückt.
In Anlehnung an die Forschungen der Archäologin Marija Gimbutas werden diese Figurinen, die meist aus Keramik, Stein oder Knochen gefertigt wurden, nicht als rein archäologische Objekte verstanden, sondern als „sprechende Verkörperungen“ eines zyklischen, egalitären und friedlichen Weltbildes gedeutet.
Bezugnehmend zum Tagungsthema wirken diese Symbolträgerinnen in einem Zwischenraum von Vergessen und kultureller Erinnerung, wie auch in einem Zwischenraum von patriarchal geprägten Verdrehungen und Verdrängungen und einer möglichen neuen Geschichtsschreibung für eine friedlichere Zukunft.
Inwieweit kann uns die, wahrscheinlich in rituelle Handlungen eingebettete, Kunst unserer Vorfahr:innen zu neuen Ritualen des Miteinanders inspirieren?
Welche Impulse kann die Symbol- und Formensprache dieser Artefakte in Kunst, Begleitung und Mal- und Gestaltungstherapie geben?


Ruth Sar Shalom – Workshop 

14.11.2026 – 14:30-16:30 Uhr 

Ruth Sar-Shalom ist Lebens- und Sozialberaterin, Supervisorin und Focusing-Koordinatorin des International Focusing Institute in New York. Auf ihrer Plattform Focusing Vienna begleitet sie Menschen in persönlichen Entwicklungsprozessen und vermittelt die Methode des Focusing nach Eugene T. Gendlin.

In ihrer Arbeit verbindet sie Körperwahrnehmung, achtsames Zuhören und kreative Prozessbegleitung. Ziel ihrer Begleitung ist es, Menschen dabei zu unterstützen, mit ihrer inneren Wahrnehmung und ihrem impliziten Wissen in Kontakt zu kommen, um persönliche Veränderung, Klarheit und Entwicklung zu fördern.

Workshop: Der Felt Sense als Zwischenraum – Wahrnehmen und Verweilen am “lebendigen Edge” (Murky Edge) als Quelle der Kreativität

Woher kommen die lebendigen, neuen, kreativen Schritte?
Was können wir tun (oder nicht tun), um diese Schritte entstehen zu lassen?
Was ist die „Stelle“ oder das „Edge“, die wir als Prozessbegleiter:innen suchen können und warum?
In diesem zweistündigen Workshop werden wir sowohl Focusing-Begriffe von Eugene Gendlin kennenlernen als auch spannende Übungen und Prozesse erleben.
Wir werden die Arbeit mit dem Felt Sense auskosten und eigene Erfahrungen sammeln.


Sollte für die Teilnahme Material benötigt werden, erhalten die angemeldeten Personen spätestens zwei Wochen vor der Tagung Bescheid.

Wir freuen uns schon darauf, euch online begrüßen zu dürfen!

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Dieses Jahr ist eine Online-Teilnahme möglich, da die Vorträge und ein Workshop erstmals auch live gestreamt werden.
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